Stark macht schlau
So könnte das Motto eines Programms zur Förderung von Resilienz und Kompetenz bei Jugendlichen lauten. Ziel solcher Maßnahmen ist es, Jugendliche über die letzten Schuljahre bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung und Berufsorientierung zu begleiten und ihnen den Berufseinstieg mit einer reflektierten und fundierten Berufsentscheidung zu ermöglichen.
Die Kompetenzwerkstatt bietet dafür neben der strukturierten Reflexion von persönlichen Stärken, Werten und Zielen ein übergreifendes Rahmenkonzept. Diese Kombination macht es möglich, Resilienz und Kompetenz bei Jugendlichen in einem schrittweisen Prozess gezielt zu fördern. Mit der Kompetenzwerkstatt sind Schulen und Sozialarbeit zudem in der Lage, Angebote der vertieften Berufsorientierung und Schülerpraktika sinnvoll zu integrieren.
Ein aktuelles Beispiel für den Aufbau von Kompetenzen durch strukturierte Stärkenarbeit ist das “Stärkenheft” der Jugendstiftung Baden-Württemberg. Die AutorInnen beschreiben anschauliche und vielfältige Übungen für Stärkenreflexion und Kompetenzentwicklung. Diese sind fundiert durch die Grundlagen der lösungsorientierten Beratung und jahrelange Praxiserfahrung mit Kompetenzwerkstatt und Qualipass. Die teils spielerischen Methoden sind auch in der Schule gut umzusetzen.
http://jobfit-bw.de/index.php?id=111
Eine Einführung zum Thema Resilienz bei Kindern gibt dieser Artikel aus der Süddeutschen Zeitung. Die Autorin beschreibt, wie sich emotionale Stabilität und Offenheit für Erfahrungen positiv auf die Lernfähigkeit auswirken:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/psychologie-das-geheimnis-einer-robusten-seele-1.1017907
Rohstoffe – Kraftquellen …
Für aktivierende Energien in der Beratung hat die Alltagssprache treffende Begriffe und Bilder. Ebenso für die Phase der Besinnung vor einer beabsichtigten Veränderung: Kraft schöpfen, Luft holen, sich vergewissern, Mut fassen, Rückhalt spüren.
Nach der Formulierung des Auftrags und der ersten Zielsetzung folgt in einem psychologisch fundierten Beratungsprozess die Klärung von Ressourcen. Konkret bedeutet dies, eigene Leistungen und Erfolge sowie mögliche Unterstützung im persönlichen Umfeld ins Bewusstsein zu holen. Durch die biographische Reflexion persönlicher Erfahrungen und Fähigkeiten können diese als Lösungswerkzeuge (Kompetenzen) in weiteren Lebensbereichen eingesetzt werden.
Dies ist auch ein wesentlicher Schritt, um Überlastung und Erschöpfung vorzubeugen und die persönliche Arbeits- und Lebensbalance zu verwirklichen. Strategien für den konstruktiven Umgang mit Stress lassen sich in kognitiver wie emotionaler Hinsicht über die Wahrnehmung eigener Ressourcen erarbeiten. Ein klares Ziel und strukturierte Umsetzung führen zu stetigen Erfolgen und zur Steigerung des Selbstwertgefühls.
Ressourcenorientierung als Paradigma der systemischen Beratung legt den Fokus auf die Entdeckung, Formulierung und Aktivierung von Kraftquellen. Dies dient dem übergeordneten Ziel, Ideen zu entwickeln, Möglichkeiten zu eröffnen und die eigene Handlungsfähigkeit zu steigern.